Alexander-Technik

Die AlexanderTechnik ist eine körper- und prozesszentrierte ganzheitliche Methode und seit 2016 ein eidgenössisch anerkannter Beruf. Sie ist Therapie, Prävention und Unterricht in Einem.

Der Begründer F. M. Alexander (1869-1955) entwickelte seine Technik bereits um die Jahrhundertwende. Er war Schauspieler und Rezitator, der massive Stimmprobleme und Heiserkeit entwickelte. Im Selbststudium erkannte er, dass er einen Einfluss auf sein Funktionieren und somit auch auf seine Stimme hat.

Lange war die AlexanderTechnik nur im Bereich Schauspiel, Musik und Tanz bekannt und wurde als Geheimtipp gehandelt. Durch die positive Wirkung auf die mentale und physische Gesundheit wird sie im gesamten Gesundheitswesen immer beliebter.

Anwendungen

Während Einzelsitzungen vermittle ich Ihnen durch feine Berührungs- und Bewegungsimpulse neue körperliche Erfahrungen. Dadurch können Sie Ihre eigenen persönlichen Gewohnheitsmuster besser erkennen. Das begleitende Gespräch dient der Verstehbarkeit und dem Erlernen der AlexanderTechnik.

Sie besuchen einige Lektionen, bis sich Ihr Problem gelöst hat, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben oder bis Sie die Methode erlernt haben, um sie dann selbständig anwenden zu können.
Gerne unterstütze ich Sie dabei, die AlexanderTechnik für sich und Ihre persönlichen Bedürfnisse anzuwenden. Sie entscheiden, was Sie verändern, weglassen oder beibehalten möchten.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind zahlreich.

  • Verbesserung der Lebensqualität, Förderung des Wohlbefindens
    (bei Verspannungen, Kopf-, Rücken-, Nacken und Gelenkschmerzen, Beschwerden in Beinen, Armen, Füssen, Händen, Asthma, Schwangerschaftsbeschwerden, chronische Beschwerden)

  • Unterstützung der Rehabilitation
    (nach Unfällen, Operationen, Schleudertraumata, Diskushernie)

  • Prävention von Krankheiten, Beschwerden und Haltungsschäden.

  • Den Körper – unser wichtigstes Instrument – bewusster nutzen, weniger abnutzen.

  • Während der  Schwangerschaft, als Geburtsvorbereitung, nach der Geburt
  • Effizienteres Funktionieren, mehr Geschicklichkeit, Leichtigkeit und Erfolg (im Alltag, Beruf, Sport sowie in künstlerischen Tätigkeiten wie Gesang, Tanz, Musik) =>

    „Gebrauchsanweisung“ für einen achtsamen und kompetenten Umgang mit sich.

  • Bei Atem- und Stimmproblemen
  • Klareres Denkvermögen
    (bei Konzentrations- und Lernschwierigkeiten)
  • Bei psychosomatischen und stressbedingten Thematiken (Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Hyperaktivität, Stottern, Schwindel, Kreislauf- und Verdauungsstörungen, Folgen traumatischer Erfahrungen, Schlaf- und Essstörungen)
  • als Begleitung bei psychotherapeutischen Behandlungen
  • beeinträchtigende Verhaltensgewohnheiten erkennen und verändern
  • Regeneration, Selbstheilung, Immunsystem stärken
  • Mehr Leichtigkeit, Gelassenheit, Ruhe und „Mitte“
  • Entspannt und gelassen im Umgang mit Stress, Stottern, Lampenfieber
  • Unterstützung in Phasen grosser Herausforderung (privat, beruflich)
  • Körperhaltung, Beweglichkeit und Bewegungsabläufe werden verbessert

 

Kosten

Ich bin vom Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) als Alexander-Technik-Therapeutin anerkannt. Die meisten Zusatzversicherungen übernehmen 60% – 90% der Kosten für Alexander-Technik-Sitzungen.

Eine schriftliche Leistungsabklärung bei der Krankenkasse empfiehlt sich vor Beginn der Alexander-Technik-Sitzung. Für die Übernahme der Kosten ist meist kein Arztzeugnis nötig.

Kosten für eine Sitzung: CHF 132.- / 60 min (11 Taxpunkte abgerechnet pro 5 Minuten).

 

Bestimmungen

Können Sie einen Termin nicht einhalten, ist eine Abmeldung spätestens 24 Stunden im Voraus notwendig. Ohne rechtzeitige Abmeldung ist ein Unkostenbeitrag von 80% zu entrichten.

 

Studien

https://www.amsatonline.org/aws/AMSAT/pt/sp/research

https://www.alexandertechnique.com/research.htm

  • Randomised controlled trial of Alexander Technique lessons, exercise, and massage for chronic and recurrent back pain Little P, Lewith G, Webley F, et al.British Medical Journal 2008; 337:a884

  • Alexander Technique Lessons or Acupuncture Sessions for Persons With Chronic Neck Pain: A Randomized Trial MacPherson H, at al (2015) Annals of Int Medicine

  • The Impact of the Alexander Technique on Improving Posture and Surgical Ergonomics During Minimally Invasive Surgery: Pilot Study Pramod P. Reddy, Trisha P. Reddy, Jennifer Roig-Francoli, Lois Cone, Bezalel Sivan, W. Robert DeFoor, Krishnanath Gaitonde and Paul H. Noh. Presented at the annual meeting of the American Academy of Pediatrics in San Francisco on October 2, 2010. Journal of Urology Oct 2011

  • Reductions in co-contraction following neuromuscular reeducation in people with knee osteoarthritis Preece, Stephen J.; Jones, Richard K.; Brown, Christopher A.; Cacciatore, Timothy W.; and Jones, Anthony K. P. BMC Musculoskeletal Disorders. Published August 27, 2016

  • Taking charge, choosing a new direction: service evaluation of AT lessons for pain patients: An approach to pain management McClean, S. and Wye, L. 2012 Project Report UWE Bristol, Bristol

  • Alexander Technique, Training for the self – management of workers to prevent musculoskeletal disorders Mireia Mora i Griso, Foment Prevencion de Riesgos Laborales 2011 Barcelona

  • Lighten Up: Specific Postural Instructions Affect Axial Rigidity and Step Initiation in Patients with Parkinson’s Disease Cohen, Rajal et al (2015) Neurorehabilitation and Neural Repair, Journal American Society of Neurorehabilitation

AlexanderTechnik – wozu?

  • Therapie, Prävention und Unterricht in Einem
  • Verspannungen und Schmerzen des Bewegungsapparates lösen oder lindern
  • Beeinträchtigende Verhaltensgewohnheiten erkennen und verändern
  • Entspannt und gelassen im Umgang mit Stress
  • Regeneration, Selbstheilung, Immunsystem stärken
  • Den Körper – unser wichtigstes Instrument –bewusster nutzen, weniger abnutzen
  • Körperhaltung, Beweglichkeit,Bewegungsabläufe verbessern
  • Mehr Geschicklichkeit, Leichtigkeit, Erfolg inMusik, Sport, Beruf, Freizeit
  • Wohlbefinden, innere Ruhe undAusgeglichenheit fördern
  • Hilfe bei Atem- und Stimmproblemen
  • Schwangerschaft, Geburt, Mama-Zeit
  • Unterstützung in Phasen grosser Herausforderungen
  • „Gebrauchsanweisung“ für einen achtsamerenund kompetenteren Umgang mit sich
  • Mehr Lebensfreude und Lebensqualität

„There is no such thing as a right position, but there is such a thing as a right direction.“ F. M. Alexander

 

 

„Wenn wir aufhören, das Falsche zu tun, geschieht das Richtige von selbst.“ F. M. Alexander

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„Durch die Befreiung von Verzerrungen und Blockaden und der Neuausrichtung der Struktur wird der natürliche Energiefluss im Körper als auch zwischen dem Mensch und dem Universum wieder hergestellt. Während sich der Körper verändert, verändern sich auch Seele und Geist. Der Mensch hat dadurch die Möglichkeit, sein gesamtes Potential zu erkennen und die Einheit allen Lebens zu erfahren.“ Dub Leigh

Zitat eines AlexanderTechnik-Schülers:
„Die F.M. Alexander-Technik hat mich zwei Dinge gelehrt: die vorher kaum vorhandene bewusste Erfahrung von Körperbewegungen, von Spannungs- und Entspannungszuständen und dann die Erkenntnis, dass das klassische, verkürzte „mens sana in corpore sano“  zum Ausdruck bringt, in welch starker Wechselwirkung die beiden Bereiche „Geist“ und „Körper“ stehen. Es waren für mich Aha-Erlebnisse, aus einer Alexander-Stunde, in der ich mich kaum bewegte, vollkommen gelockert wegzugehen; beim Gehen rein gedanklich die Schritte verlängern zu können oder gewisse Schmerzen wegzukriegen; oder beim Liegen plötzlich zu erkennen, dass ich den ganzen Körper – warum auch immer – leicht zusammenzog und verkrampfte und dieser Zustand eines ungünstigen Gebrauchs durch Besinnung auf einen anderen Gebrauch sofort zu lösen war.
Die umgekehrte Wirkung, jene des besseren Gebrauchs seiner selbst auf den Geist ist – für mich – subtiler und weniger unmittelbar erfahrbar. Aber die mehrjährige Erfahrung mit der Alexander-Technik hat mir sicherlich eine weit grössere Gelassenheit im Alltagsdruck gebracht.“
K.E. – Informatikberater

Wer war F. M. Alexander?
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Methodenidentifikation METID AlexanderTechnik
(Quelle: www.alexandertechnik.ch)


1 Kurzbeschrieb der Methode

Die AlexanderTechnik ist nach ihrem Begründer, Frederick Matthias Alexander (geb. 1869 in Australien, gest. 1955 in London) benannt. Die Methode befähigt, gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensgewohnheiten zu erkennen und zu verändern.

Von Natur aus ist der menschliche Organismus fähig, sich fortlaufend zu koordinieren und mit angemessenem Energieaufwand zu funktionieren. Dabei kommt der Primärsteuerung – dem Zusammenwirken von Kopf und Wirbelsäule in Beziehung zum ganzen Organismus – eine zentrale Bedeutung für die Koordination und Funktion des Menschen in seiner psychophysischen Einheit zu.

Die AlexanderTechnik bietet Hilfe und Unterstützung, wenn das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele durch ein eingeschränktes Wirken der Primärsteuerung beeinträchtigt ist und der Mensch sich in seiner Lebens- und Arbeitsgestaltung behindert fühlt. Damit können ganz unterschiedliche Symptome verbunden sein, wie z.B. Kopf-, Nacken-, Schulter-, Rückenschmerzen, Atem- und Stimmbeschwerden, Schwindel, Schlaf- und Essstörungen, Antriebsschwäche, Hy- peraktivität und Erschöpfungsbeschwerden.

KomplementärTherapeutinnen und -Therapeuten Methode AlexanderTechnik initiieren Genesungsprozesse durch spezifische Berührungs- und Bewegungsarbeit, welche mit einer prozesszentrierten Gesprächsführung unterstützt wird.
Die KlientInnen erhalten Einsicht in die Funktionsweise der Primärsteuerung und in die damit verbundenen anatomisch-physiologischen Gegebenheiten, die dem Menschen als Ressourcen zur Verfügung stehen. Die feinen Berührungs- und Bewegungsimpulse der TherapeutInnen, welche darauf ausgerichtet sind, die integrierende Kraft der Primärsteuerung zu stärken, lassen die KlientInnen Alltagsbewegungen neu erfahren. Sie erleben sich darin gehalten, aufgerichtet, ge- löst und gestärkt. Im Vergleich dazu realisieren sie, wie sie sich im bisherigen Bewegungsverhalten immer wieder anspannen, einengen, begrenzen und übermässig Kraft einsetzen.

Die ausgelösten Wahrnehmungs- und Bewusstseinsprozesse machen Bewegungs- und Denkmuster bewusst und zeigen, dass gewohnheitsmässiges Reagieren meist unbewusst abläuft und nicht zwingend die körperlichen Ressourcen nutzt. Mit dem bewussten Unterbrechen von Ge- wohnheitsimpulsen und mit kontextgemässen mentalen Anleitungen erlernen die KlientInnen, gesundheitseinschränkende Muster zu unterlassen und an deren Stelle konstruktives Denk- und Bewegungsverhalten aufzubauen.

Die KlientInnen erleben den therapeutischen Prozess als Weg, ihre Selbstwirksamkeit und Genesungskompetenz zu stärken. Durch das Anwenden der Prinzipien der AlexanderTechnik gelingt es ihnen mehr und mehr, ihr Handeln auf körperlicher und geistiger Ebene mit adäquatem Energieeinsatz bewusster und achtsamer zu gestalten.

2 Beispiel für das therapeutische Verfahren

Körperliche Neuerfahrung vermitteln

Bekommt ein Mensch im Stehen sehr schnell Rückenschmerzen, so wird er das Stehen als et- was Unangenehmes empfinden. In der AlexanderTechnik bekommt er über die Berührung und Bewegung durch die TherapeutInnen eine Art und Weise des Stehens vermittelt, wo er sich plötzlich weit weniger belastet fühlt. Damit macht er die wichtige Erfahrung, dass Stehen nicht zwingend anstrengend sein muss. Damit allein kann er diese Erfahrung noch nicht wiederholen, denn er würde dabei automatisch sein ihm vertrautes Bewegungsrepertoire aktivieren und wäre erneut im angespannten Stehen.

Körperliche Neuerfahrung verarbeiten

Im weiteren therapeutischen Prozess wird er durch vielfältige Berührungs- und Bewegungsarbeit in unterschiedlichen Experimentierfeldern und in Verbindung mit Hilfsmitteln wie Spiegel, Skelett, anatomische Abbildungen, Bildern usw., erfahren, welches seine psychophysischen Ressourcen sind und wie er diese für eine bessere Befindlichkeit nutzen kann (Prinzipien der AlexanderTechnik, Konzept der Selbststeuerung über Inhibition und mentale Anleitungen, Schwerkraft und Gegenkraft, Skelett, Gelenke, Muskulatur usw.).

Die Erfahrung des bisherigen und jene des „neuen“ Stehens lässt ihn schrittweise nachvollziehen, auf welche Art er bislang die integrierende Kraft der Primärsteuerung durch seinen Selbst- Gebrauch eingeschränkt hat. So ruhte sein Gewicht fast nur auf den Fersen, die Beine waren gespreizt, das Becken schob er nach vorne oben und den Oberkörper nach hinten, Hals und Kopf zog er nach vorne unten, seine Arme hielt er verschränkt auf der Brust fest. Zu Beginn der AlexanderTechnik-Therapie und ohne Blick in den Spiegel hat er sein Stehen noch als „auf- recht/gerade“ empfunden.

Über die regelmässige Berührungs- und Bewegungsarbeit durch die TherapeutInnen stellt sich bei ihm allmählich ein auf den ganzen Organismus bezogener angemessener Muskeleinsatz ein; damit einher geht die Entwicklung einer verlässlicheren Sinneseinschätzung. Die gelenkte und angeleitete Aufmerksamkeit auf die physischen Vorgänge erlaubt ihm, zunehmend ein kinästhetisches Erkennen der Effizienz im Zusammenwirken der körperlichen Mechanismen und Funktionen zu entwickeln. In der neuen Art des Stehens, Sitzens usw. kann er sich immer deutlicher in Verbindung mit seinen psychophysischen Ressourcen wahrnehmen.
Er stellt fest, dass die neue Art des Stehens ihm wohl tue, er gefalle sich, wenn er sich so im Spiegel sehe, dennoch fühle er sich etwas unwohl ohne die verschränkten Arme auf der Brust. Er komme sich „ausgestellt“ vor, man sehe ihn doch so viel besser. Im gemeinsamen Reflektieren kommt er zum Entscheid, dass er nichts zu verbergen habe, obwohl er sich bislang unbewusst so verhalten habe. Doch es mache ihm grundsätzlich Mühe, einfach so dazustehen, ohne etwas zu tun. Und wenn dies in einer Gruppe von Menschen sei, wo man noch ständig reden müsse, würde das Stehen noch viel schlimmer für ihn. So kommt er im laufenden Therapieprozess weite- ren Denkmustern auf die Spur, welche ihn bislang gesteuert haben, ohne dass er sich je bewusst dafür entschieden hätte.

Körperliche Neuerfahrung etablieren

In weiteren Therapieschritten gelingt es ihm, das Konzept der Selbststeuerung zunehmend zu verinnerlichen. Er kann immer mehr auch in seinem Alltag auf seinen Selbst-Gebrauch bewusst Einfluss nehmen. Er vermag sich selber mittels Inhibition und mentaler Anleitung in die neue Art von Stehen, Sitzen, Laufen zu führen und diese ausbalancierte Art immer wieder zu aktivieren. Seine Rückenbeschwerden beim Stehen klingen ab. Er vermag seine Idee, in einer Gruppe ständig reden zu müssen, aufzugeben; stattdessen kann er zunehmend bewusst entscheiden, einfach zuzuhören oder dann bewusst etwas zu sagen.

In weiteren Therapiestunden kann er jetzt auch komplexere Situationen (z.B. die Aufgabe der monatlichen Sitzungsleitung im Geschäft, wo er sich anschliessend regelmässig verspannt fühlt und Kopfschmerzen hat) analysieren und er lernt, seine „Werkzeuge“ von Inhibition und mentalen Anleitungen ebenso hier einzusetzen und seinen Selbst-Gebrauch bewusst zu steuern. Auf diese Weise kann die Primärsteuerung als selbstregulierendes System immer wieder ungehindert auf seinen ganzen Organismus einwirken, was sich positiv auf seine psychophysische Befindlichkeit auswirkt.


3 Methodenspezifische Gesprächsbegleitung

Für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Therapieprozesses ist nebst Qualität der methoden- spezifischen Berührung und Bewegung der unmittelbare Austausch zwischen KlientIn und TherapeutIn sehr wichtig. Die Berührungs- und Bewegungsarbeit gibt den KlientInnen nicht allein eine physische, sondern ebenso eine geistige und seelische Neuerfahrung. Damit setzt ein Bewusstseins- und Veränderungsprozess ein, welcher durch das begleitende Gespräch unterstützt und gefördert wird.

Beobachten, Wahrnehmen und Experimentieren erfolgen im dialogischen Prozess zwischen KlientIn und TherapeutIn. Die Rückmeldungen der KlientInnen zu ihrer Wahrnehmung und Befindlichkeit, ihre Überlegungen und Fragen sind von Beginn an zentral für die Gestaltung nächster Therapieschritte. Bisherige körperliche Gewohnheiten und Neuerfahrungen werden über den Austausch ins Bewusstsein gerückt. Der Vergleich von „Alt“ und „Neu“ lässt die KlientInnen ihren Wahrnehmungs- und Deutungsmustern und damit der geistigen und emotionalen Dimension auf die Spur kommen. Das begleitende Gespräch hilft zu verstehen, wie physische, geistige und seelische Geschehnisse sich unmittelbar gegenseitig bedingen und unterstützt die KlientInnen darin, Einblick in ihren Selbst-Gebrauch und dessen psychophysischen Auswirkungen auf ihre Person zu erhalten.

Grundsätzlich soll das begleitende Gespräch die KlientInnen darin fördern, ihr Selbst zu erkunden und weiterzuentwickeln, ihre psychophysischen Ressourcen zu stärken, selbstgeleitet Einfluss auf ihren Selbst-Gebrauch zu nehmen und damit indirekt die selbst- regulierende Kraft der Primärsteuerung wirken zu lassen, selbstkompetent die erlernten Prinzipien der AlexanderTechnik, insbesondere die Selbststeuerung für ihre psychophysische Gesundung und Entfaltung nutzen zu können.


Grenzen der Methodenausübung

Die AlexanderTechnik richtet sich an die Lernfähigkeit des Menschen, des Erkrankten wie des Gesunden. Sie ist auf die ganze Palette menschlicher Aktivitäten anwendbar und wirkt präventiv und kurativ.
Nebenwirkungen sind von der AlexanderTechnik keine zu erwarten. Kontraindikationen sind nicht bekannt.
KomplementärTherapeutinnen und -Therapeuten Methode AlexanderTechnik verpflichten sich,

–  medizinische Diagnosen in ihrer körper- und prozesszentrierten Arbeit adäquat zu berücksichtigen.

–  bei Beschwerdebildern, die eine spezifische Abklärung und Behandlung erforderlich machen, entsprechende Fachpersonen zu empfehlen bzw. deren Konsultation einzufordern.

–  die Therapie abzuschliessen, wenn keine Verbesserung der Selbstregulation und des Wohlbefindens feststellbar ist.

100 Jahre Alexander-Technik – Das Geheimrezept der Stars

Text aus: www.alexandertechnik.ch

Alexander Technik: Der neueste 100 Jahre alte Trend für ein ausgeglichenes und gesundes Leben.

Hilary Swank, Robin Williams und Keanu Reeves praktizieren es, um Rücken- und Haltungsproblemen vorzubeugen. Vicotoria Beckham fing damit an, weil sie keine High-heels mehr tragen konnte. Und die Schweizer Sängerin Lea Lu hält sich damit körperlich und geistig fit. Fernab von asiatischen Trenddisziplinen wie Yoga und Pilates hat sich insgeheim eine wirkungsvolle Nischendisziplin durchgesetzt. Die Alexander Technik wurde vor knapp 100 Jahren vom tasmanischen Schauspieler Frederick Matthias Alexander entwickelt. Doch nicht nur Hollywood-Stars, erfolgreiche Musiker und Weltklasse-Athleten schwören auf das englische Erfolgskonzept, welches von einem engen Zusammenhang zwischen Haltungs-, Bewegungs- und Denkmustern ausgeht.

Um diese in Einklang zu bringen, helfen die speziell geschulten Coaches oder Alexander-Technik-Lehrer des SBAT auch Normalsterblichen dabei, die eigene Körperintelligenz

zu wecken und so alltägliche Dinge wie beispielsweise Stehen, Gehen, Sitzen und Atmung langfristig zu verbessern.

Entwickelt wurde die erfolgreiche Methode für ein ausgeglichenes und gesundes Leben vom englischen Schauspieler Frederick Matthias Alexander vor etwa 100 Jahren, als dieser mit einem scheinbar unheilbaren Stimmverlust kämpfte. Dank systematischer

Selbstbeobachtung heilte er sich selbst und gewann darüber hinaus weitreichende Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Denken und dem motorischen Verhalten und der Funktionsweise als gesamten Organismus. Er verfasste vier Bücher über die positiven Einflüsse der Alexander Technik auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Seither wurde die Methode kontinuierlich verfeinert und unseren modernen Lebensverhältnissen angepasst. Die universell gültigen Prinzipien bleiben bis heute bestehen und aktuell. Sie basieren auf der Überzeugung F. M. Alexanders, dass der Mensch als einheitlicher Organismus funktioniert und somit alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse untrennbar miteinander verbunden sind.

Aktuelle neurobiologische Forschungsergebnisse unterstützen diese Annahmen.

Optimierter Energiehaushalt für Normalos, Musiker, Schauspieler und Sportler

Die rund 200 Coaches des SBAT vermitteln ihren Klienten bereits seit 40 Jahren mit gezielten Anleitungen den Weg zu mehr Lebensqualität. In vorwiegend Einzel- oder auch Gruppenstunden erlernen die Teilnehmer, den natürlichen Bewegungsablauf wieder und lernen das Gleichgewicht ihres Körpers kennen und verstehen, um ungünstige Denk- und Bewegungsmuster im Alltag langfristig zu verändern. Anwender der Alexander Technik haben einen nachhaltig optimierten Energiehaushalt und können ihre körpereigenen

Ressourcen so gezielt für das Wesentliche einsetzen. Teilnehmer sind im Nachhinein mehr als begeistert, erzählt Gabriele Steinhauer: „Wir geben Menschen ihr allgemeines Wohlbefinden zurück. Viele Menschen beschreiben ihre ersten Eindrücke im Unterricht mit einer gesteigerten Aufmerksamkeit, stärkeren Empfindungen und einer angenehmen Gelöstheit.“ Die Alexander Technik hat sich zudem nicht nur als erfolgreiche Therapieform bei chronischen Schmerzen, stressbedingten Beschwerden oder sogar Depressionen, sondern vor allem als vorbeugende Massnahme etabliert – gerade für Menschen, die im Büro arbeiten. Im Vordergrund steht dabei immer das Ziel, nicht einfach Symptome zu lindern, sondern die Ursachen zu ergründen und diese nachhaltig zu bekämpfen.